Smartphone kaputt, was nun? Keine Scheu vor der Reparatur

In den 1990ern war es noch durchaus üblich, dass auch der Durchschnittskunde ein wenig an seinem PC basteln konnte. Soundkarte austauschen, Arbeitsspeicher erweitern oder sogar einen neuen Prozessor installieren – all das war Teil einer gewünschten Aufrüstbarkeit.
Mit Smartphones und Tablets wurden Kunden allerdings eher zu Konsumenten der Technik degradiert. Weil die Geräte immer schmaler, flacher und kleiner werden, ist eine Reparatur schwer, für viele User wirkt es nahezu unmöglich. Zu einem gewissen Teil ist das gewollt, denn wer sein Smartphone nicht reparieren kann, muss ein neues kaufen. Dabei lassen sich auch Smartphones reparieren, mit dem nötigen Know-how.

Lohnt sich die Reparatur eines Smartphones?

Eines vorweg: Aus ökologischer Sicht sollten Altgeräte immer lieber repariert werden. Wer im Biomarkt einkauft, aber jedes Jahr das neueste Smartphone besorgt, sollte seinen Lebensstil genauer hinterfragen. Zumindest gehören Gebrauchtgeräte nicht entsorgt, sondern sollten auch bei Defekten formatiert und anschließend verkauft werden.

Natürlich ist eine Reparatur nicht bei allen Geräten sinnvoll. Gerade bei sehr alten Smartphones, die ohnehin bald ersetzt worden wären, ist ein Defekt oder Schaden oft nur eine explizite Aufforderung zum Neukauf. Auch die Schwere des Schadens spielt eine Rolle, hier müssen User zwischen Restwert und Reparaturkosten abwägen. Wer sein altes Smartphone ersetzen möchte, sollte natürlich seine Daten für das neue Gerät gesichert haben, entweder in einem physischen Backup oder in der Cloud. Regelmäßige Backups ersparen viel Stress.

Aber prinzipiell lässt sich nahezu jeder Schaden sinnvoll reparieren. Zu den häufigsten Problemen zählen Display und Akku, diese lassen sich im Netz für gängige Smartphones leicht erwerben. Displays können brechen, Akkus sind Verschleißteile, die mit der Dauer der Nutzung an Leistung verlieren. Wirkliche Probleme bei der Reparatur gibt es eigentlich nur, wenn die Hauptplatine den Geist aufgibt. Das kann auch passieren, ist aber eher die Ausnahme.

Prinzipiell ist auch jedes Smartphone so aufgebaut wie ein PC der 90er: Mainboard, Arbeitsspeicher und Festplatte (in Form eines SSD-Chips) und lässt sich entsprechend reparieren. Das Problem ist nur, dass die Teile viel, viel kleiner sind. Und nicht immer verschraubt, sondern häufig verklebt.

Die Reparatur in der Praxis

Bevor es an die Reparatur geht, sollten Besitzer eines defekten Smartphones unbedingt prüfen, ob beim Schaden ein Garantiefall vorliegt oder dieser durch die Versicherung abgedeckt ist. Dann nämlich kann das Gerät problemlos und kostenfrei dem Händler, Profi oder Hersteller zur Reparatur übergeben werden.

Für die tatsächliche Reparatur eines Smartphones empfiehlt es sich, im Internet Schritt-für-Schritt-Anleitungen zu suchen und diesen in Wort und Bild zu folgen. Außerdem müssen die passenden feinmechanischen Werkzeuge, Kompositkleber und Heißluftföns vorher besorgt werden. Oftmals kommen Reparaturteile im Set. Es lohnt sich, sich bereits im Vorfeld mit allen Reparaturschritten vertraut gemacht zu haben.

Die Arbeitsfläche sollte sauber und übersichtlich gehalten werden und ausreichend ausgeleuchtet sein.
Mit ein wenig Übung dauert die Reparatur eines Smartphones nur wenige Minuten, für die ersten Versuche sollten allerdings ein bis drei Stunden reserviert werden. Die Arbeit ist doch sehr kleinteilig, erfordert ruhige Hände und häufigeres Suchen der kleinen Schrauben. Gerade auch die Arbeit mit dem Kleber, der moderne Smartphones zusammenhält, erfordert Übung und Augenmaß.

Wer weniger mechanische Erfahrung besitzt, kann sein Smartphone auch in die Reparatur geben. Herstellershops erledigen dies zuverlässig, aber zu einem vergleichsweise hohen Preis. Andere Dienstleister sind da häufig günstiger, aber nutzen oft keine Originalteile. Hier lohnt es sich, Angebote vor der Reparatur nicht nur auf Preis, sondern auch Qualität hin zu prüfen. Ob das Gerät nun selbst repariert wird oder eine Reparatur in Auftrag gegeben wird, eine unschöne und meist unerwartete Ausgabe ist die Reparatur eines Smartphones immer. Eine schnelle Reparatur ist aber gerade beim Smartphone unausweichlich, um beruflich und privat erreichbar zu bleiben.

In solchen Fällen ist ein Kleinkredit die richtige Finanzierungshilfe, denn Kleinkredite unterstützen bei kurzfristigen Engpässen schnell und unbürokratisch. Die Kreditsummen können dann ganz bequem mit dem nächsten Gehaltsscheck zurückgezahlt werden.

Warum sich die Smartphonereparatur lohnt?

  • geringere Kosten als Neuanschaffung
  • ökologische Nachhaltigkeit
  • schnellere Einsetzbarkeit, da Daten nicht auf neues Gerät übertragen werden müssen
  • Altgeräte lassen sich als neuwertig verkaufen

Nachhaltig denken und Geld sparen

Die Reparatur eines Smartphones ist immer ein lohnenswertes Unterfangen, nicht nur für die Umwelt, sondern auch für den Verbraucher. Smartphones lassen sich wie alle anderen technischen Geräte auch reparieren, lediglich die Größe erfordert feinmechanisches Geschick. Die notwendige Erfahrung lässt sich sammeln und wer sich ans Smartphone traut, für den sind Laptops auch kein Problem mehr.

Natürlich gibt es eine gewisse Hemmschwelle, wenn wir an unserem Telefon, das wir täglich in der Hand halten, das Display entfernen und die Kanten aufföhnen und mit der EC-Karte aushebeln – doch ist die erst einmal überwunden, so lässt sich leicht festhalten: Im Smartphone steckt auch nur Technik und die lässt sich reparieren.

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