Dispositionskredit

Der Dispositionskredit – unkompliziert, aber ein wenig teurer

Viele Leute überziehen am Monatsende ihr Konto. Wer ein Girokonto hat, bekommt von der Bank oft einen Dispositionskredit, der dafür gedacht ist finanzielle Engpässe abzufangen. Das ständige überziehen eines Kontos ist allerdings nicht empfehlenswert, ganz einfach, weil dies teuer werden kann. Was bei dem Gebrauch eines Dispositionskredits beachtet werden sollte, kann man hier online nachlesen. Hier gibt es einige gute Tipps und Ratschläge was den so genannten Dispokredit angeht.

Was ist ein Dispositionskredit und wie beantragt man diesen?

DispokreditEs ist wichtig zu verstehen, was ein Dispositionskredit ist und welche Konditionen die Banken für die Nutzung eines solchen Kredits haben. Hat man finanzielle Engpässe, kann man durchaus den Dispokredit nutzen um diese Engpässe zu überbrücken.

Die Bank muss natürlich vorher erst einmal den Dispokredit und damit eine bestimmte Kreditlinie eingeräumt haben. Hat man noch keinen Dispositionskredit, kann man mit dem Bankberater über die Einrichtung des Kredits sprechen. Gut ist, wenn man für das Gespräch eine Einkommensbestätigung mitbringt. Das regelmäßige Einkommen ist schon eine Bedingung für die Bank, um überhaupt einen Kredit, auch einen Dispokredit, zu bewilligen.

Wenn die Kreditlinie dann von dem Kontoinhaber genutzt wird, muss nicht noch ein spezieller Kreditantrag gestellt werden. Auch ist der Dispositionskredit nicht zweckgebunden. Die Kreditlinie kann in verschiedenen kleineren Beträgen oder in einem Betrag für die verschiedensten Zwecke verwendet werden. Oft wird der Dispokredit natürlich für das Zahlen von Rechnungen oder auch für bestimmte Anschaffungen verwendet. Allerdings gibt es bei der Nutzung dieser Kreditlinie auch einige Nachteile die man kennen sollte.

Die Kosten des Dispositionskredits

Es ist wissenswert, dass die Zinsen die für einen Dispositionskredit berechnet werden, höher sind als zum Beispiel bei einem regulären Ratenkredit. Durchschnittlich kann mit über elf Prozent Zinsen gerechnet werden. Wird das Konto jeden Monat überzogen, kann dies sehr teuer werden. Es ist eine gute Empfehlung den Dispositionskredit tatsächlich nur für bestimmte Notfälle zu verwenden. Will man Anschaffungen machen, kann ein Ratenkredit eher sinnvoll sein. Dieser ist günstiger und kann auch über einen längeren Zeitraum in kleinen Raten abgezahlt werden.

Bei der Bewilligung der Kreditlinie wird die Bank die Einkommensbestätigung des Kontoinhabers genauer begutachten, denn oft hängt hiervon auch die Höhe der Kreditlinie ab. Meistens wird maximal ein Dispokredit in der Höhe von drei Monatsgehältern gewährt. Dies ist aber nicht immer der Fall. Am besten sucht man das Gespräch mit dem Bankberater, so können die genauen Konditionen des Dispositionskredits ausgehandelt werden.

Über die Rückzahlung des Dispokredits nachdenken

Die Zinsen für den Dispositionskredit werden monatlich individuell berechnet und hängen natürlich auch von der Summe des Kredits ab, die der Kontoinhaber verwendet hat. Zinsen werden nämlich bei diesem Kredit immer nur auf den Betrag aufgerechnet, der auch von dem Kreditnehmer gebraucht wurde. Dies bedeutet natürlich auch, dass die Zinsen steigen, wenn das Kreditlimit komplett ausgenutzt wird und nicht direkt wieder zurückgezahlt wird.

Obwohl die Rückzahlung eines Dispokredits flexibel gestaltet werden kann, sollte man sich trotzdem im Voraus Gedanken über die Kosten und die Rückzahlung der Schuld machen. Zwar sind bei diesem Kredit keine festen Raten vereinbart und auch nicht nötig, aber es ist hilfreich, wenn man monatlich eine gewisse Summe für die Rückzahlung des Dispositionskredits verwendet, wenn man diesen nicht in vollem Umfang zurückzahlen kann. Ist das Kreditlimit erreicht, kann der Dispokredit nicht mehr für Notfälle verwendet werden, bis die Schuld getilgt ist.

Achtung Schuldenfalle!

Bei dem Dispositionskredit sollte man Vorsicht walten lassen, denn hier tappen viele Verbraucher in die Schuldenfalle. Der Dispositionskredit wird jeden Monat überzogen und es fällt schwerer und schwerer den Dispokredit zurückzuzahlen. Oft spricht man dann auch schon von Überschuldung, ganz besonders dann, wenn die Ausgaben jeden Monat die Einnahmen übersteigen.

Um aus dieser Schuldenfalle herauszukommen, lohnt es sich manches Mal einen einfachen Ratenkredit zu beantragen und den Dispokredit abzulösen. Die Kosten sind niedriger bei einem Ratenkredit als bei einem Dispokredit. Ein weiterer guter Ratschlag ist es ein Budget aufzustellen und sich strikt an das Budget zu halten. Wenn man Ausgaben aufschreibt, wird man schneller feststellen, an welchen Stellen Geld eingespart werden kann.

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