Realkredit

Der Realkredit oder Immobilienkredit

Wenn man einen Kredit mit einer größeren Kreditsumme aufnehmen möchte, um ein bestimmtes Projekt zu finanzieren, handelt es sich bei solch einem Kredit meist um einen Realkredit. Der Realkredit ist auch unter anderen Bezeichnungen bekannt, wie zum Beispiel dem Immobilienkredit. Realkredite sind in verschiedenen Formen bei den Banken erhältlich. Es ist nicht immer einfach einen Realkredit zu bekommen und diese Kreditart ist an ganz bestimmte Konditionen gebunden. Informationen über diese Kreditart können hier online gefunden werden. Auch kann man hier nachlesen wie ein Kreditantrag für den Realkredit gestellt wird und was man für den Antrag benötigt.

Formen des Realkredits

RealkreditDer Realkredit ist in der Regel objektgebunden und da die Kreditsummen bei einem solchen Kredit hoch sind, sind auch die Kreditlaufzeiten länger. In der Regel kann mit Laufzeiten von mindestens fünf Jahren gerechnet werden, aber auch lange Laufzeiten bis zu 30 Jahren, zum Beispiel bei dem Kauf von Immobilien, sind möglich.

Getilgt werden Realkredite auf verschiedene Art und Weisen. Dabei kommt es immer darauf an, für welche Form des Kredits man sich entscheidet. Grundsätzlich gibt es hier drei Gruppen: Das Annuitätendarlehen, das Abzahlungsdarlehen und das Festdarlehen. Bei dem Annuitätendarlehen sinkt der Zinsanteil während der Laufzeit und der Tilgungsanteil steigt.

Bei einem Abzahlungsdarlehen ist der eigentliche Tilgungsbetrag immer gleich. Daher sinken während der Laufzeit die Zinsen und die Ratenzahlungen verringern sich dadurch. Bei einem Festdarlehen zahlt der Kreditnehmer immer die gleiche Rate. Allerdings bleibt bei diesem Kredit am Ende eine Endsumme, auch Ballon genannt offen, die dann in einem Betrag gezahlt werden muss.

Sicherheiten für den Kredit

Ein Realkredit ist immer durch Vermögenswerte oder Grundpfandrechte abgesichert. Dadurch ist eine langfristige Finanzierung eines Projektes, wie zum Beispiel der Bau eines Hauses, möglich. Mit dem Realkredit kann man nicht nur ein Haus bauen, sondern sind solche Kredite auch für den Umbau, die Sanierung oder den Kauf einer Immobilie möglich. Der Realkredit ist selten eine Vollfinanzierung, sondern nur ein Teil der Finanzierung. Weitere Teile der Finanzierung werden zum Beispiel durch Eigenanteil und Eigenleistung bestritten. Eigenkapital wird von den Banken oft sogar als Voraussetzung bei der Vergabe dieses Kredits erwartet.

Mit dem Einfließen des eigenen Kapitals beweist der Kreditnehmer das er ebenfalls bereit ist das Risiko einzugehen, eigenes Geld bei diesem Projekt zu investieren. Die Immobilie die finanziert wird, wird dabei als Sicherheit angesehen. Wird der Kreditnehmer zahlungsunfähig, kann dann die Immobilie von der Bank gepfändet und zwangsversteigert werden. Unter Umständen muss der Kreditnehmer aber bei der Aufnahme des Kredits auch noch andere Sicherheiten vorweisen. Dies ist von Fall zu Fall unterschiedlich und hängt natürlich auch viel von der Bonität des Kreditnehmers ab.

Bonität und Unterlagen für das Bankgespräch

Obwohl bei der Vergabe eines Realkredits die Bonität nicht im Vordergrund steht, wird diese trotzdem von der Bank überprüft. Hierzu werden Anfragen bei der Schufa gemacht. Ist die Bonität gut, hat man eine gute Chance auf einen Kredit. Mit einem negativen Eintrag bei der Schufa verschlechtern sich die Chancen und auch die Zinssätze können dann höher ausfallen. Man kann vor dem Bankgespräch auch eine Selbstanfrage bei der Schufa machen, um zu sehen, dass die Eintragungen korrekt sind.

Diese Anfrage kann man dann ebenfalls bei der Bank vorlegen, obwohl die Banken in der Regel selbst auch noch eine Anfrage machen werden. Natürlich muss der Kreditnehmer auch andere Dokumente mit zu dem Bankgespräch mitbringen. Unter anderem wird die Bank noch Unterlagen über das Grundstück sehen wollen und Bauverträge sollten bei dem Gespräch mit der Bank nicht vergessen werden. Außerdem sollte man eine Einkommensbestätigung mitbringen. Gut wäre auch wenn man gleich ein paar Kontoauszüge von den letzten Monaten vorlegen kann. So kann der Bankangestellte sehen was monatlich in das Konto einfließt.

Bild © MK-Photo – Fotolia.com

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (1 votes, average: 5,00 out of 5)
Loading...